” A normal President” – Barack Obama, one year into his Presidency
April 20, 2010 / Thomas Kleine-Brockhoff
| Ein Jahr nach seinem Amtsantritt ist der amerikanischePräsident Barack Obama in den Niederungen der Politikangekommen. Der Messias der Moderne hat sich binnen Monaten in einen beinahe normalen Politiker verwandelt. Nicht länger trägt er Episteln vom Berge der Verheißung vor, und wenn doch, so mischt sich bei den Zuhörern in Bewunderung zunehmend Skepsis. Sein Charisma hat Obama nicht verloren, aber den Politikwechsel zu fordern ist eben etwas anderes als ihn durchzusetzen. Zu Beginn seiner Amtszeit schien er unantastbar, eine Menschheitshoffnung, welche die USA und den gesamten Planeten im Moment der Krise in ein neues goldenes Zeitalter führen würde. Skeptiker erschienen wie schlecht gelaunte Zwischenrufer. Doch inzwischen hat der Chor der Kritiker eine Partitur gefunden. Ihr Lied verwandelt sich in einen Ohrwurm. Sie singen von einem hyperaktiven Präsidenten, der tausenderlei anfasst und nichts zu Ende führt. Der überkomplexe und höllisch teure Gesetzentwürfe einbringt und sich wundert, wenn sie im amerikanischenParlament steckenbleiben. Der Visionen globaler Zusammenarbeit verbreitet und zusehen muss, wie seine Appelle verhallen. Am treffendsten fasst Simon Serfaty vom Washingtoner Center for Strategic and International Studies die Stimmung zusammen: "Die Erinnerungen an gescheiterte Präsidentschaften verbinden sich mit wachsender Sorge über den Amtsinhaber." For full article, please see: http://www.bpb.de/publikationen/KEQHZ7,0,Ein_ganz_normaler_Pr%E4sident_Essay.html |
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